
ЮЛИУС ЭВОЛА
последний кшатрий темного
века, вертикальный аристократ, тамплиер великой стены
Julius Evola
METTERNICH
Im Hinblick auf eine korrekte Wьrdigung der Gestalt Metternichs stehen die Dinge natьrlich heute in Italien nicht zum besten. Metternich war dem Risorgimento ein Dorn im Auge, und man kann behaupten, daЯ Italien ein neues, zweites "Risorgimento" erlebt hat, in Bezug auf die zweifelhaftesten Aspekte dieser Bewegung. Aber selbst fьr diejenigen, die nicht diesen Ideen anhдngen, ist es schwierig, gewisse eingewurzelte Vorurteile zu ьberwinden und jene Freiheit des Urteils zu besitzen, die manche auslдndische Historiker schon imstande sind zu haben. Ihre SchluЯfolgerungen, um die Wahrheit zu sagen, waren nicht anders, bevor sie in Beziehung zu den Problemen und den Krisen des gegenwдrtigen Europas gesetzt wurden.
Unter den Historikern kann man an erster Stelle Malynski und L. de Poncins zitieren, die in ihrem sehr bedeutenden Buch "La guerre occulte" (eine italienische Ьbersetzung ist 1938 erschienen) Metternich als den "letzten groЯen Europдer" prдsentiert haben, als jemanden, der jeden partikularistischen Gesichtspunkt ьberstiegen hat, das Ьbel erkannte, das die gesamte europдische Zivilisation bedroht und der ihm zuvorkommen wollte durch den Entwurf einer auch ьbernationalen Solidaritдt der traditionellen und dynastischen Mдchte, da es offensichtlich war, daЯ die Solidaritдt der Krдfte der Subversion schon ьbernational war.
Unter den neueren Arbeiten muЯ auf A. Cecil, Metternich, hingewiesen werden. Dieses Buch ist nicht nur in Hinblick auf die Nationalitдt des Verfassers - ein Englдnder - interessant, sondern weil in der neuesten Ausgabe Cecil jenen antwortet, die es nur als eine Provokation gesehen haben, indem er den Sinn der Intention und der europдischen Aktion Metternichs klar herausstellt und die Bilanz dessen erstellt, was danach gekommen ist, bis zum Zweiten Weltkrieg.
Cecil schreibt: "Metternichs Methoden verdienen heute eine seriцsere Untersuchung von jenen, die daran interessiert sind, sich der umfassenden Desintegration Europas zu widersetzen." Ьbrigens ist es die europдische Idee, die Cecil vor allem analysiert. Es ist interessant zu sehen, daЯ fьr diesen Autor, mit Metternich sich eine Tradition wieder geltend macht, deren Geist klassisch, rцmisch ist (S. 466): die Tradition, die in einer ьbernationalen Einheit die verschiedenen Vцlker unter gegenseitigem Respekt zusammenfassen wollte; die erkennt, daЯ die wahre Freiheit sich unter einem ordnenden Gesetz und einer hierarchischen Idee verwirklicht, nicht unter den demokratischen und jakobinischen Ideologien. Es ist Metternich, der gesagt hat: "Jeder Despotismus ist ein Eingestдndnis der Schwдche."
Cecil formuliert vцllig zu Recht, daЯ "wenn man das Todesurteil des alten Цsterreich ausstellt, zugleich auch die Formel der Zerstцrung Europas billigt." Weil Цsterreich damals immer noch, zumindest in der Regel, die Idee des Heiligen Rцmischen Reiches verkцrperte, einer Regierung die in der Lage ist, mehrere Nationalitдten zu vereinen, ohne sie zu unterdrьcken oder zu entstellen. Folglich, mangels der Wiederaufnahme einer Formel dieser Art, mit dem Fortbestehen der gesteigerten Nationalismen und der zerstцrerischen Internationalismen, verbietet es sich zu denken, daЯ Europa eines Tages die Einheit wiederfindet, die in Zukunft als eine essentielle Bedingung seiner Existenz und ebenso der unabhдngigen Zivilisation erscheint.
Metternich hat in der Demokratie und dem Nationalismus die Hauptkrдfte erkannt, die das traditionelle Europa beseitigen werden, wenn sie nicht durch eine radikale Aktion erstickt werden. Er erstrebte die vollstдndige Fesselung der verschiedenen Formen der Subversion, die vom Liberalismus und Konstitutionalismus bis zum Kollektivismus und Kommunismus reichten. Und er dachte, daЯ in dieser Frage jede Konzession fatal sein wьrde. Cecil hat recht, wenn er schreibt, daЯ Robespierre nicht nur Napoleon, sondern ebenso Stalin in seinem Kielwasser nach sich zog: weil der Bonapartismus und der Totalitarismus nicht das Gegenteil der Demokratie sind, sondern vielmehr seine дuЯersten Konsequenzen - wie Michels und Burnham gut aufgezeigt haben.
Die Abhilfe war in den Augen Metternichs die Idee des Staates: der Staat als ьberhцhte Realitдt und gegrьndet auf dem Prinzip einer Souverдnitдt und einer wirklichen Autoritдt, nicht als einfacher Ausdruck eines demos. Metternich weigert sich an "Nationen" zu glauben, die er nur als Masken der Revolution sah, als antidynstischer Mythos. Was seine Schцpfung, die Heilige Allianz, betrifft, so war sie ein letzter Versuch, einen fruchtbaren Frieden fьr eine Generation zu sichern, aber sie erreichte nicht die Hцhe ihres Grьndungsprinzips. Cecil wiederholt indessen zustimmend, was schon Maistre Wesentliches gesagt hat, daЯ es notwendig ist, nicht eine "Konterrevolution" zu machen, sondern das "Gegenteil einer Revolution", das heiЯt eine positive politische Aktion, aufgebaut auf der soliden spirituellen und traditionellen Grundlage, die Eliminierung alles dessen, was Subversion und Usurpation durch die niederen Mдchte ist, ist dann eine natьrliche Konsequenz.
Es gibt keinen Zweifel, daЯ eine Idee dieser Art, der ZusammenschluЯ in kдmpferischer Solidaritдt aller Krдfte, die in unserem Europa noch einwandfrei geblieben sind und gegen den Virus der "unsterblichen Prinzipien" reagieren (gegen die "franzцsiche Krankheit", nun nicht mehr physisch, sondern geistig, um die Formulierung Cecil zu wiederholen), das einzige ist, das helfen kann, unsere Zivilisation noch zu retten, vorausgesetzt es finden sich die Mдnner, die dem gewachsen sind, - und, wenn mцglich, vor allem die Souverдne.
(aus: Ricognizioni. Uomini e problemi; Rom 1974)
Эвола
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